Vermutlich war heute der Tag, an dem wir am frühsten im ganzen Urlaub aufgestanden sind: 5.30 Uhr! Natürlich nicht ohne Grund, sondern weil wir Großes vorhatten. Bereits vor fast 5 Monaten hatten wir in der Verlosung des Bureau of Land Management von Arizona unter über hundert anderen Teilnehmern zwei von den zehn begehrten Permits (Erlaubnisscheine für den Aufenthalt und Wanderungen in einem bestimmten Gebiet)für die Wave erhalten. Man kann sich also vorstellen, wie lange wir dem Großereignis entgegengefiebert haben. Auf den Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung führen etwa zehn Meilen über Offroadpisten, wobei uns gestern schon ein örtlicher Ranger gesagt hat, dass es nach Regenfällen vor einer Woche hier in der Gegend überhaupt recht schwierig ist, offroad zu fahren, weil ziemlich viel aufgeweicht oder unterspült ist. Nachdem wir aber für unsere Strecke auch im Internet keine genaueren Infos erhalten haben, fuhren wir los. Nach einiger Zet auf der "unpaved road" standen wir vor dem Anblick, den ihr auf den ersten Fotos seht. Ein mittlerweile wieder fast ausgetrocknetes Flussbett, welches die "Straße" weggespült hat. Diese etwa einen Meter hohe Schwelle und durch den anschließenden Matsch trauten wir uns nicht zu! Frust machte sich breit und machte das Drama perfekt! Sollte alles umsonst gewesen sein, so kurz vor dem Ziel? Einige Meter vor der nicht mehr vorhandenen Straße führte ein noch sandigerer, schmälerer Weg weg, wohin wussten wir noch nicht so genau, aber wir versuchten trotzdem unser Glück: und tatsächlich querte dieser Weg einige Meter weiter unten den Wash, so dass doch noch ein Durchkommen möglich war. Endlich am Ausgangspunkt angekommen, zogen wir unsere Wegbeschreibung und das Navi raus und begaben uns auf den Weg. Ein kleines Bisschen kamen wir uns vor wie bei einer Schnitzeljagd. Da lag daran, dass man, weil man ja die Besucherzahl pro Tag auf zwanzig Leute beschränkt halten will, die Route auch recht geheim hält und nur an die "Ausgewählten" eine dreiseitige Anweisung mit Bildern, Anleitungen und Koordinaten von Wegpunkten verschickt. Für uns zwei Geographen natürlich ein Klacks, den richtigen Weg zu finden. Ein anderes Pärchen, das kurz nach uns angefangen hat, kam erst etwa zwei Stunden nach uns an... Wir wissen bis jetzt nicht, ob es an unserer Kondition oder unserem Orientierungssinn lag! Bei der Wave angekommen, machten wir erst einmal Pause, aßen und tranken ausgiebig und erkundeten anschließend die nähere Umgebung. Die folgenden Highlights sollten wegen ihrer Namen auch recht leicht anhand der Fotos zu erkennen sein: die Brain Rocks (Gehirnfelsen), die Second Wave und der Hamburger Rock. Anschließend ging es wieder zurück durch die atemberaubende Landschaft der Paria Wilderness über Felsen und Tiefsand.
Wieder zurück in Page machten wir uns einen faulen Nachmittag, Andrea am Hotelpool mit einem Buch, Matthias im klimatisierten Zimmer vor dem Computer bzw. im Bett. Am späten Nachmittag fuhren wir noch zum Antelope Point Beach am Lake Powell um zu baden. Abschluss des Abends war das Abendessen beim Mexikaner "Fiesta Mexicana" mit einem großem Pott Margherita für jeden von uns und einem leckeren Essen.
Fotos von heute!
Freitag, August 22, 2008
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