Nach einem gemütlichen Frühstückspläuschen mit unserem Gastgeber Jim, der uns leckere Scones gebacken hatte, verließen wir Tucson leider schon wieder. Von dieser Stadt waren wir wirklich sehr positiv überrascht: eine recht junge Universtätsstadt, die viel Wert auf Architektur und Kunst legt. Weiter ging's, wieder einmal durch ein heruntergekommenes Indianergebiet, zum Organ Pipe National Monument. Auf deutsch heißt Organ Pipe "Orgelpfeifen" und steht für die Organ Pipe-Kakteenart, die in den ganzen Vereinigten Staaten nur dort, und auch dort viel seltener als die alles überragenden Saguaros, wachsen. Weil es sehr heiß und schwül war und wahrscheinlich auch, weil wir von den Farben und Blüten des Saguaro NP noch verwöhnt waren, haben wir dort nicht zu viel Zeit verbracht. An Andreas Gesichtsausdruck auf einem Foto ist das "oh, oh!" als Kommentar zu einem herannahenden Gewitter mit Donnergrollen recht deutlich zu erkennen. Darauf waren wir schon ziemlich gespannt, einerseits, weil wir in der Wüste mal ein Gewitter sehen wollten, andererseits, weil wir sehen wollten, wie die Washs (Senken in den Straßen, wo bei Gewittern Flüsse durchfließen) sich füllen. Leider oder zum Glück für unser Weiterkommen blieb uns zweiteres erspart. Trotzdem wetterte es ziemlich, mit Blitz und Donner und Platzregen. Kaum aus dem Gewitter draußen, kam das nächste Naturschauspiel: ein Sandsturm, der die ganze Umgebung in ein verschwommenes Orange tauchte. Ein menschliches Schauspiel dagegen ist die Border Patrol (Grenzpatroullie vom Heimatschutz), die überall an den Straßen ihre Lager aufgeschlagen hat. Da muss man dann immer langsamer fahren und schließlich an deren Feldlagern anhalten und ganz genau Auskunft geben, woher man kommt, wieso, warum und weshalb. Andrea hätte sich schon für's nächste Mal eine "lustige" Geschichte über mexikanische Einschleusertätigkeiten zurechtgelegt, wurde aber von Matthias dafür geschimpft und durfte sie deshalb keinem Border Patrol Officer erzählen! ;-)
Das Ziel von heute liegt in der Grenzregion zwischen Arizona, Kalifornien und Mexiko, die Wüstenstadt Yuma in Arizona. Hier waren wir, dank Andreas fachkundigen Recherchen in einem für uns neuen Fast Food Lokal: Panda Express. Dort gibt leckere asiatische Speisen für wenige Dollars. Auch die heutige Unterkunft (La Fuente Inn, Yuma) hat uns sehr positiv überrascht, es gab nämlich eine zweistündige Happy Hour, in welcher Cocktails, Bier, Wein und andere Getränke kostenlos ausgeschenkt wurden und sogar kleine kostenlose Snacks angeboten wurden. Es war also recht lustig an der Bar...
Einen kleinen Verlust hatten wir noch zu beklagen: Andreas heiß geliebte Flip-Flop-Klapperl haben den Geist aufgegeben und sind am "Zehentrenner" gerissen! :-( Wir hoffen auf baldigen Ersatz in den Riesenoutlets von Palm Springs, wo wir ab morgen zwei Nächte sein werden.
Impressionen des Tages: HIER!
Dienstag, August 26, 2008
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