Sonntag, August 31, 2008

Eastern Sierra

Heute sind wir am Ostrand der Sierra Nevada entlang nach Lee Vining gefahren. Zunächst haben wir aber noch den Mobius Arch in den Alabama Hills aufgesucht. Durch diesen Naturbogen haben wir den gestern schon erwähnten Mount Whitney fotografiert. Ein solches Foto befindet sich übrigens auch auf dem diesjährigen National Park Pass.
Auf dem Weg nach Lee Vining haben wir den Umweg über den June Lake Loop genommen.
Nächster Höhepunkt des Tages war der Besuch der Bodie Ghost Town, einer verlassenen Goldgräberstadt, die in den 1880er Jahren sogar 10.000 Einwohner hatte. In viele Häuser kann man hineinblicken und sie so vorfinden, wie sie verlassen wurden.
Anschließend haben wir noch das Mono Lake Tufa State Natural Reserve besucht. Dort gibt es hochgewachsene Kalkablagerungen zu bewundern.
Morgen geht es durch den Yosemite National Park.
Hier die Fotos!

Samstag, August 30, 2008

Durch das Tal des Todes

Heute haben wir unbeschadet die Königin der Wüsten, das Death Valley, durchquert. Mit dem Badwater Basin liegt der tiefste Punkt (-85,5 Meter) der westlichen Hemisphäre im Death Valley. Nur 76 Meilen Luftlinie entfernt liegt westlich der höchste Punkt der 48 lower United States (über die Wahl dieses Begriffs könnte man jetzt streiten...), der Mount Whitney mit 4421 Metern Höhe. Diesen Berg können wir von unserem heutigen Domizil, dem Dow Villa Motel in Lone Pine bewundern. In diesem Motel haben übrigens schon Westernstars, wie John Wayne, während Dreharbeiten übernachtet.
Im abflusslosen Badwater fallen jährlich etwa 50 Millimeter Niederschlag, während die potentielle Verdunstung etwa 100 mal höher liegt. Das ganze Becken ist daher mit Salz bedeckt.
Bei Furnace Creek befindet sich das Visitor Center und der heißeste Ort der westlichen Hemisphäre. Hier wurden 1913 56,7°C gemessen. Heute wurden nur 44° in der Spitze gemessen. In der Nacht kühlt es glücklicherweise auf 37° ab.
Dann waren wir noch in den Alabama Hills, Drehort verschiedener Filme. Seltsam aussehende Felsen gibt es hier zu sehen.
Anschließend haben wir noch ein amerikanisches Konzentrationslager besucht. Ja, richtig gelesen! Die USA haben 1942 nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor 110.000 US-Bürger japanischer Herkunft und in den USA lebende Japaner in verschiedenen Lagern im Westen der USA interniert. Das Manzanar National Historical Site erinnert an eine der dunklen Seiten der US-Geschichte.
Morgen geht's weiter nach Lee Vining am Mono Lake in der Nähe des Osteingangs zum Yosemite National Park.
Hier die Fotos von heute!

Freitag, August 29, 2008

Fahrt durch die Wüste

Der heutige Tag war eigentlich ein reiner Fahrtag. Die Fotos zeigen nochmal die Hotelanlage des Caliente Tropic Resorts in Palm Springs, von wo aus wir Richtung Norden weitergefahren sind. Einziger Zwischenstopp war mittags in Barstow, wo Matthias einen In 'n' Out-Burger bekommen hat und Andrea eine Portion gebratene Nudeln und Orange Chicken vom Panda Express. Außerdem haben wir da im daneben liegenden Tanger Outlet noch letzte angeschaffte Besorgungen erledigt. Die Endstation lag heute in Pahrump, Nevada. Wir wissen bis jetzt nicht, wie das richtig ausgesprochen wird ;-)
In diesem Ort passiert eigentlich nicht viel, aber immerhin gibt es einen Wal Mart Superstore, wo wir "durchgebummelt" sind. Ansonsten ist der Ort scheinbar eher für die menschlichen Laster bekannt, was sich beispielsweise durch Kasinos, Adult Stores, reichhaltige Alkoholabteilungen u. ä. zeigt. Morgen werden wir mal wieder etwas früher aufstehen müssen, weil wir unsere Hitzetoleranz noch weiter steigern wollen - es geht nämlich ins Death Valley, wo um die 50°C erwartet werden.
Hier noch die nicht so besonders aufregenden Fotos des Tages.

Donnerstag, August 28, 2008

Shopping in Palm Springs

Heute morgen haben wir uns schön Zeit gelassen, da heute nur wenig auf der Tagesordnung stand. Ganz oben der Besuch der Desert Hills Premium Outlets, wo wir uns mit günstiger Kleidung Made in China eindeckten. Natürlich stehen nur teure amerikanische Marken auf den Sachen. Wir haben einige schöne Sachen eingekauft, unter anderem waren neue Flipflops für Andrea dabei.
Später gab's dann noch eine Manicure für Andrea. Dabei hat man wieder mal gesehen, was deutsche Wertarbeit, sogar in einem eher unwichtigen Bereich wie den weiblichen Fingernägeln, wert ist.
Heute wird die amerikanische Energiepolitik mal lobend erwähnt: Westlich von Palm Springs befindet sich in einem natürlichen Windkanal zwischen den Bergen eine der größten Windfarmen Kaliforniens mit über 3000 Windrädern. Wenn man daran denkt, welchen Aufstand es jedesmal gibt, wenn in Bayern ein Windrad aufgestellt werden soll...
Abends ging's dann noch in den Hotelpool.
Hier die Fotos des Tages!

Mittwoch, August 27, 2008

Back in California

Nach einer Nacht in Yuma, AZ sind wir heute entlang der Interstate 8 nach Kalifornien zurückgekehrt. Ich erwähne diese Autobahn besonders, weil sie sehr weit südlich in der Nähe der US-mexikanischen Grenze entlangführt. Daher gibt es sehr oft Kontrollpunkte der US Border Patrol mitten auf der Autobahn, aber auch auf normalen Straßen, um illegale Einwanderer aus Mexiko ausfindig zu machen. Deshalb wurden heute sogar unsere Reisepässe kontrolliert. So fuhren wir durch das intensiv bewässerte Imperial Valley, eigentlich wäre hier alles Wüste, wo zum Beispiel Dattelpalmen wachsen. Aber es wird auch einfach Viehfutter produziert, um die riesigen "Feedlots", so nennt man diese Rindermästereien, zu versorgen. Der Gestank bei diesem einen Foto war unerträglich!
Die Salton Sea, die wir passierten, ist eine stinkende Salzbrühe. Kein Wunder! Liegt sie doch unter NN und hat daher auch keinen Abfluss. Alle Pestizide, Düngemittel usw. landen, wenn es denn mal regnet, in der Salton Sea. Dennoch gibt es Campingplätze und Strände entlang des Sees. Für den, der den Gestank mag...
Über den Joshua Tree National Park, wo zwei Wüsten, nämlich die Mojave- und die Colorado-Wüste, in einander übergehen, gelangten wir nach Palm Springs. Im Joshua Tree National Park machten wir eine kleine Wanderung in das Hidden Valley. Palm Springs ist eine Oase in der Wüste. Jeder Grashalm muss hier bewässert werden, welch eine Verschwendung. Ich wette, dass es die Stadt in dieser Form in 50 Jahren nicht mehr gibt. (Das gilt übrigens auch für Las Vegas).
Gegessen haben wir heute im Outback Steakhouse. Relativ teuer. Sizzler ist billiger. Allerdings war das Steak besser.
Übrigens haben wir heute Benzin geschenkt bekommen. Dazu muss man wissen wie das hier funktioniert mit Tanken. Erste Variante: Man bezahlt direkt an der Zapfsäule mit der Kreditkarte, die man vor dem Zapfen durchzieht. Anschließend spuckt die Zapfsäule einen Beleg aus. Sehr symphatische Variante.
Zweite Variante: Man bezahlt beim Kassier in bar oder mit Kreditkarte im Voraus einen bestimmten Betrag und bekommt dann an einer Säule den Sprit. Umständlich, vor allem wenn man zuviel vorausbezahlt hat. Dann muss man nämlich wieder zum Kassier und sich den Restbetrag auszahlen lassen.
Da die zweite Variante einem Zapfsäulennachbarn zu anstrengend war, schenkte er uns zwei oder drei Gallonen einfach so. Dankeschön!
Also dann viel Spaß mit den Fotos!

Dienstag, August 26, 2008

Yuma an der mexikanischen Grenze

Nach einem gemütlichen Frühstückspläuschen mit unserem Gastgeber Jim, der uns leckere Scones gebacken hatte, verließen wir Tucson leider schon wieder. Von dieser Stadt waren wir wirklich sehr positiv überrascht: eine recht junge Universtätsstadt, die viel Wert auf Architektur und Kunst legt. Weiter ging's, wieder einmal durch ein heruntergekommenes Indianergebiet, zum Organ Pipe National Monument. Auf deutsch heißt Organ Pipe "Orgelpfeifen" und steht für die Organ Pipe-Kakteenart, die in den ganzen Vereinigten Staaten nur dort, und auch dort viel seltener als die alles überragenden Saguaros, wachsen. Weil es sehr heiß und schwül war und wahrscheinlich auch, weil wir von den Farben und Blüten des Saguaro NP noch verwöhnt waren, haben wir dort nicht zu viel Zeit verbracht. An Andreas Gesichtsausdruck auf einem Foto ist das "oh, oh!" als Kommentar zu einem herannahenden Gewitter mit Donnergrollen recht deutlich zu erkennen. Darauf waren wir schon ziemlich gespannt, einerseits, weil wir in der Wüste mal ein Gewitter sehen wollten, andererseits, weil wir sehen wollten, wie die Washs (Senken in den Straßen, wo bei Gewittern Flüsse durchfließen) sich füllen. Leider oder zum Glück für unser Weiterkommen blieb uns zweiteres erspart. Trotzdem wetterte es ziemlich, mit Blitz und Donner und Platzregen. Kaum aus dem Gewitter draußen, kam das nächste Naturschauspiel: ein Sandsturm, der die ganze Umgebung in ein verschwommenes Orange tauchte. Ein menschliches Schauspiel dagegen ist die Border Patrol (Grenzpatroullie vom Heimatschutz), die überall an den Straßen ihre Lager aufgeschlagen hat. Da muss man dann immer langsamer fahren und schließlich an deren Feldlagern anhalten und ganz genau Auskunft geben, woher man kommt, wieso, warum und weshalb. Andrea hätte sich schon für's nächste Mal eine "lustige" Geschichte über mexikanische Einschleusertätigkeiten zurechtgelegt, wurde aber von Matthias dafür geschimpft und durfte sie deshalb keinem Border Patrol Officer erzählen! ;-)
Das Ziel von heute liegt in der Grenzregion zwischen Arizona, Kalifornien und Mexiko, die Wüstenstadt Yuma in Arizona. Hier waren wir, dank Andreas fachkundigen Recherchen in einem für uns neuen Fast Food Lokal: Panda Express. Dort gibt leckere asiatische Speisen für wenige Dollars. Auch die heutige Unterkunft (La Fuente Inn, Yuma) hat uns sehr positiv überrascht, es gab nämlich eine zweistündige Happy Hour, in welcher Cocktails, Bier, Wein und andere Getränke kostenlos ausgeschenkt wurden und sogar kleine kostenlose Snacks angeboten wurden. Es war also recht lustig an der Bar...
Einen kleinen Verlust hatten wir noch zu beklagen: Andreas heiß geliebte Flip-Flop-Klapperl haben den Geist aufgegeben und sind am "Zehentrenner" gerissen! :-( Wir hoffen auf baldigen Ersatz in den Riesenoutlets von Palm Springs, wo wir ab morgen zwei Nächte sein werden.
Impressionen des Tages: HIER!

Montag, August 25, 2008

Armleuchter, Überflieger, wüste Kerlchen und eine Mission

Nach einem leckeren Frühstück mit selbst gebackenen Muffins, haben wir noch eine Hausführung von unseren sehr netten Gastgebern bekommen. Anschließend sind wir zum Saguaro National Park aufgebrochen, der nach den bekannten Armleuchterkakteen benannt ist. Nach Kakteen in der Wüste ging's dann zu alten Flugzeugen in der Wüste, nämlich zum Pima Air und Space Museum. Eine riesige Anzahl ausrangierter Militärflugzeuge der letzten 90 Jahre gab es dort zu besichtigen. Auch die Air Force One, das Flugzeug des Präsidenten, das von 1961 bis 1965 von den Präsidenten Kennedy und Johnson genutzt wurde. Wer kennt nicht das berühmte Fotos von John F. und Jackie Kennedy, als sie im November 1963 in Dallas Love Field gelandet sind? Wir waren in diesem Flugzeug.
Im Arizona-Sonora Desert Museum gab es dann die Tier- und Pflanzenwelt der Wüste zu sehen.
Bevor wir dann noch sehr gut amerikanisch-mexikanisch Essen gingen, haben wir noch einen Abstecher zur San Xavier Mission, dem Ausgangspunkt der katholischen Missionierung in der Region, gemacht.
Fotos: KLICK HIER!

Sonntag, August 24, 2008

Gruß aus Tucson

Heute haben wir Williams verlassen und sind zurück in Richtung Flagstaff aufgebrochen, um entlang des Oak Creek Canyon zum Montezuma Castle zu fahren. Anschließend haben wir kurz vor Phoenix einige Stunden in einem Factory Outlet Center zugebracht.
Unsere Endstation heute ist die schöne historische Stadt Tucson, wo wir zwei Nächte verbringen werden. Zum krönenden Abschluss des Tages haben wir uns im Hot Tub entspannt. Das Wetter ist weiterhin hervorragend, für den, der viel Sonne mag. Dabei haben wir heute erstmals die 40°-Grenze überschritten. Die nächsten Tage werden noch heißer.
Hier die Fotos!

Samstag, August 23, 2008

Grand Canyon und Flagstaff

Heute haben wir Page verlassen und haben einige Aussichtspunkte am Grand Canyon besucht, bevor wir nach Flagstaff gefahren sind. Flagstaff hat ein schönes historisches Stadtzentrum mit einigen reizvollen kleinen Läden. Es handelt sich um eine sehr lebhafte jugendliche Stadt, da sich hier die Northern Arizona University hier befindet. Ebenso verläuft durch Flagstaff die historische Route 66. Unser heutiges Ziel war Williams, Arizona, das Eingangstor zum Grand Canyon und ebenfalls an der Route 66 gelegen. Williams verfügt, wie Moab, Utah, auch über eine Microbrewery, wo wir den heutigen Tag ausklingen ließen.
Hier die Fotos von heute.

Freitag, August 22, 2008

We hiked The Wave

Vermutlich war heute der Tag, an dem wir am frühsten im ganzen Urlaub aufgestanden sind: 5.30 Uhr! Natürlich nicht ohne Grund, sondern weil wir Großes vorhatten. Bereits vor fast 5 Monaten hatten wir in der Verlosung des Bureau of Land Management von Arizona unter über hundert anderen Teilnehmern zwei von den zehn begehrten Permits (Erlaubnisscheine für den Aufenthalt und Wanderungen in einem bestimmten Gebiet)für die Wave erhalten. Man kann sich also vorstellen, wie lange wir dem Großereignis entgegengefiebert haben. Auf den Weg zum Ausgangspunkt der Wanderung führen etwa zehn Meilen über Offroadpisten, wobei uns gestern schon ein örtlicher Ranger gesagt hat, dass es nach Regenfällen vor einer Woche hier in der Gegend überhaupt recht schwierig ist, offroad zu fahren, weil ziemlich viel aufgeweicht oder unterspült ist. Nachdem wir aber für unsere Strecke auch im Internet keine genaueren Infos erhalten haben, fuhren wir los. Nach einiger Zet auf der "unpaved road" standen wir vor dem Anblick, den ihr auf den ersten Fotos seht. Ein mittlerweile wieder fast ausgetrocknetes Flussbett, welches die "Straße" weggespült hat. Diese etwa einen Meter hohe Schwelle und durch den anschließenden Matsch trauten wir uns nicht zu! Frust machte sich breit und machte das Drama perfekt! Sollte alles umsonst gewesen sein, so kurz vor dem Ziel? Einige Meter vor der nicht mehr vorhandenen Straße führte ein noch sandigerer, schmälerer Weg weg, wohin wussten wir noch nicht so genau, aber wir versuchten trotzdem unser Glück: und tatsächlich querte dieser Weg einige Meter weiter unten den Wash, so dass doch noch ein Durchkommen möglich war. Endlich am Ausgangspunkt angekommen, zogen wir unsere Wegbeschreibung und das Navi raus und begaben uns auf den Weg. Ein kleines Bisschen kamen wir uns vor wie bei einer Schnitzeljagd. Da lag daran, dass man, weil man ja die Besucherzahl pro Tag auf zwanzig Leute beschränkt halten will, die Route auch recht geheim hält und nur an die "Ausgewählten" eine dreiseitige Anweisung mit Bildern, Anleitungen und Koordinaten von Wegpunkten verschickt. Für uns zwei Geographen natürlich ein Klacks, den richtigen Weg zu finden. Ein anderes Pärchen, das kurz nach uns angefangen hat, kam erst etwa zwei Stunden nach uns an... Wir wissen bis jetzt nicht, ob es an unserer Kondition oder unserem Orientierungssinn lag! Bei der Wave angekommen, machten wir erst einmal Pause, aßen und tranken ausgiebig und erkundeten anschließend die nähere Umgebung. Die folgenden Highlights sollten wegen ihrer Namen auch recht leicht anhand der Fotos zu erkennen sein: die Brain Rocks (Gehirnfelsen), die Second Wave und der Hamburger Rock. Anschließend ging es wieder zurück durch die atemberaubende Landschaft der Paria Wilderness über Felsen und Tiefsand.
Wieder zurück in Page machten wir uns einen faulen Nachmittag, Andrea am Hotelpool mit einem Buch, Matthias im klimatisierten Zimmer vor dem Computer bzw. im Bett. Am späten Nachmittag fuhren wir noch zum Antelope Point Beach am Lake Powell um zu baden. Abschluss des Abends war das Abendessen beim Mexikaner "Fiesta Mexicana" mit einem großem Pott Margherita für jeden von uns und einem leckeren Essen.
Fotos von heute!

Donnerstag, August 21, 2008

Antilopenschlitze, Hufeisen und ein einsamer Fels

Heute gibt's einige schöne Fotos aus dem Lower Antelope Canyon, einem sogenannten Slot Canyon. 1997 sind in diesem Canyon elf Menschen ertrunken, als in einigen Meilen Entfernung ein Gewitterregen niederging und die Touristen es versäumten den Canyon rechtzeitig zu verlassen. Übrigens ist der Canyon Indianderland, daher lassen es sich die Lieben auch ordentlich bezahlen. Umgerechnet 18 Euro kostet der Spaß pro Nase, da schluckt man schon mal.
Die Fotos mit der Flussschleife zeigen den sogenannten Horseshoe Bend (Horseshoe = Hufeisen).
Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der spontane Besuch des Glen Canyon Dam mit Kraftwerk. Dabei nahmen wir an einer Führung teil, die uns in das Innere des 710 Fuß (216 Meter) hohen Staudamms führte. Mit dem Beton des Staudamms hätte man eine Autobahn von Tucson, Arizona bis Chicago, Illinois bauen können. Die Leistung der acht Kraftwerksgeneratoren beträgt etwa 1300 MW (Vergleich: KKW Isar 2 1400 MW).
Am späten Nachmittag gingen wir noch baden am Lone Rock. Morgen steht ein weiterer Höhepunkt mit der Wanderung zu "The Wave" an. Ein sehr exklusives Abenteuer, da nur 10 Personen täglich das Gebiet bewandern dürfen. Seid gespannt auf die Fotos.
--> Zu den heutigen Fotos <--

Mittwoch, August 20, 2008

Kobolde und Indianer

Heute früh haben wir schweren Herzens Moab nach drei Nächten dort wieder verlassen und uns auf einem kleinen Umweg auf den Weg nach Arizona gemacht. Erste Anlaufstation war der Goblin Valley State Park. Den Namen hat der Park wegen seiner koboldartigen Steinformationen, durch die wir quasi alleine (scheinbar ist der Park doch noch eher ein Geheimtipp) schlenderten und immer neue Gestalten und Ähnlichkeiten mit Personen und Tieren entdeckten. Auch im Park befindet sich der Little Wild Horse Canyon, ein Slot Canyon (eine Schlucht, durch nur manchmal Wasser führende Flüsse geformt, schmal im Durchlass mit hohen Wänden). In einem ausgetrockneten Flussbett sind wir dann ein Stück in der Canyon hineingewandert, als allerdings Kletteraktivitäten über mit Felsbrocken zugeschüttete Passagen angesagt gewesen wären, haben wir den Rückzug angetreten. Nach einigen heruntergeradelten Meilen tauchte dann der äußerste östliche Teil des Lake Powell in der Glen Canyon National Recreation Area auf. Eine sehr eindrucksvolle Landschaft, die man hier durch den Bau des Glen Canyon Staudamms von Menschenhand geschaffen hat. Ein weiteres Highlight war der Moki Dugway, ein ungeteertes Stück Straße, welches in Serpentinen in ein weites Tal hinab führte. Nach einer kurzen Fahrt in diesem Tal erreichten wir den Mexican Hat, ein Felsenhaufen, der an einen Mexikaner mit Sombrero erinnert. Danach war auch eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der USA nicht mehr weit: das Monument Valley, bekannt aus Zigarettenwerbungen, Cowboy- und anderen Filmen. Da sich das Monument Valley in einem Gebiet befindet, das den Navajo Indianern gehört, wollen natürlich auch die damit verdienen. Den Eintritt von 5 Dollars pro Person konnten wir ja noch verschmerzen, allerdings hätten wir uns dafür auch eine einigermaßen passable Straße gewünscht! Der Weg durch das Valley war 17 Meilen lang, staubig, ruppig, von Schlaglöchern übersäht und natürlich auf keinem einzigen Fleckchen auch nur ansatzweise geteert. Wir waren sehr froh über unser Auto, als wir sahen, wie die Leute in kleineren Autos, die logischerweise auch weniger Bodenfreiheit haben, sich durchquälten. Uns reichte die Strecke auch so! Böse Zungen behaupten, dass die Indianer den Rundweg absichtlich in so einem schlechten Zustand halten, um die von ihnen angebotenen Touren in offenen (!) Geländefahrzeugen (zur Erinnerung: es staubt unaufhörlich und schon beim kurzen Aussteigen hat man einen halben Kubikmeter Staub eingeatmet!) teuer anbieten zu können. Allerdings muss man wirklich sagen, dass der Anblick der Buttes (so nennt man diese Gebilde) schon ziemlich beeindruckend ist. Unsere heutige Unterkunft ist das Best Western Wetherill Inn in Kayenta. Dazu muss man wissen, dass dieser Ort auch im Indianergebiet liegt. Etwa 40% der Bewohner hier leben unter der Armutsgrenze, dementsprechend heruntergekommen schaut es hier auch aus. Nicht unerwähnt sollte auch bleiben, dass dies das teuerste Hotel (sogar mitten in San Francisco ist es günstiger!) der ganzen Reise ist (nur weil halt zufällig das Monument Valley in der Nähe ist). Am Service und Komfort ist dies allerdings nicht zu bemerken. Bis zu den Navajos ist das Dienstleistungsparadies wohl noch nicht vorgedrungen: Es war ein riesiger Akt, bis wir dann mit Hilfe der dritten Person, die sich uns angenommen hat, nach einer Viertelstunde bis in das Poolgebäude vorgedrungen sind...
Hier die Fotos!

Dienstag, August 19, 2008

Dead Horse State Park und Canyonlands National Park

Heute haben wir recht spät unsere Fahrt zum Dead Horse State Park und anschließend in den Canyonlands National Park begonnen, da wir schlecht aus dem Bett kamen. Wir hatten tolle Aussichten unter anderem am Mesa Arch. Das Wetter ist weiterhin sehr heiß.
Spät nachmittags haben wir dann noch einen Bummel an der Main Street in Moab unternommen, wo ich (Matthias) mein neues offizielles Dienstkaffeehaferl für das neue Schuljahr erstehen konnte.
Abends ging's dann wieder in die Moab Brewery, wo wir diesmal gleich an der Bar Platz nahmen und sehr leckere Nachos mit Käse usw. aßen und echt gutes Bier tranken. Man muss das wirklich mal so festhalten: Auch in Amerika kann man gutes Bier bekommen.
Hier die Fotos des Tages!

Montag, August 18, 2008

La Sal Mountains - Arches National Park

Nachdem wir heute den letzten Campingplatz verlassen hatten, machten wir uns auf den Weg zum La Sal Mountain Loop. Von dort aus hat man einen tollen Überblick über weite Teile der Arches und Canyonlands National Parks. Anschließend fuhren wir in den Arches National Park, wo wir nach dem Besuch des Visitor Center an einigen View Points anhielten um Fotos zu machen. Die meiste Zeit verbrachten wir aber mit Wanderungen zum Landscape Arch (Spannweite ca. 100 Meter)und zum berühmten Delicate Arch. Die fünf Kilometer zum Delicate Arch mit 146 Metern Höhenunterschied bewältigten wir mit Pausen und Aufenthalt in eineinhalb Stunden hin und zurück. Dank Andreas neuem Stirnband mit Wasserspeicher behielt sie einen kühlen Kopf.
Abends gab's dann nach Swimming Pool und Hot Tub in der bekannten Moab Brewery ein leckeres Abendessen mit selbstgebrautem Bier. Hier die Fotos!

Sonntag, August 17, 2008

Zurück in Moab

Wie bereits vor zwei Jahren sind wir heute wieder einmal in Moab angekommen. Nachdem es am Morgen in Manila ziemlich kühl und regnerisch war, hat uns dort nicht mehr viel gehalten. Highlight auf dem Weg war eine Herde Dickhornschafe, ansonst aber keine besonderen Vorkommnisse, von einigen Regengüssen abgesehen. Erstes Ziel war das Dinosaur National Monument. Der Name ist nur bei einem Teil des Parks Programm, und gerade dieser, ein Dinoskelett im Felsen war leider nicht zugänglich. Der zweite, bekanntere Teil des Parks ist der Echo Park am Zusammenfluss von Green River und Yampa River. Nach einer längeren Fahrt dorthin sind wir im leichten Regen den Harper's Corner Trail gewandert, von wo aus man 700 Meter über den beiden Flüssen steht. Eigentlich wollten wir auch noch unten an den Green River auf der Echo Park Road fahren, aber es sprach dagegen, dass der Weg nicht geteert und teilweise recht steil gewesen wäre und wir nicht wussten, wie stark er vom Regen aufgeweicht war und wir auch andererseits noch einen langen Weg bis nach Moab vor uns hatten. Deshalb sind wir am äußeren westlichen Teil Colorados gen Süden bis zur Interstate gefahren und von dort aus weiter die Scenic Route, die entlang des Colorado-Flusses schließlich bis nach Moab führte. Unsere erste Amtshandlung war ein Supermarktbesuch, wo wir uns mit grilltauglicher Nahrung eindeckten. Dann ging's weiter auf den Campingplatz, wo wir (wie wir einstimmig beschlossen haben) die schönste Cabin der bisherigen Reise bekamen. Weitere Konkurrenz gibt es in diesem Wettbewerb nicht mehr, da dies unsere letzte Nacht auf dem Campingplatz sein wird. In Moab aber werden wir noch weitere zwei Nächte im Hotel verbringen. Der Grund warum wir nicht schon heute dort schlafen ist der, dass wir erst vor einigen Wochen beschlossen haben, unsere Route für heute zu ändern und für einen Tag früher war das Hotel leider schon ausgebucht. Andererseits hätte es dann aber auch kein Grillfleisch gegeben und Andrea hätte ihre Meinung über amerikanische Waschmaschinen auch nicht geändert. Im Gegensatz zum letzten Urlaub hat das Waschen und Trocknen dieses Mal nämlich gut funktioniert, die Wäsche ist sauber und riecht sogar noch gut!
Fotos des Tages: klick hier!

Samstag, August 16, 2008

Flaming Gorge - Endlich rote Steine

Endlich sind wir bei den ersten roten Steinen angekommen. Die Fahrt war heute wieder relativ lang, ca. 5 Stunden waren wir von Jackson Wyoming bis Manila Utah unterwegs. Die Flaming Gorge, die "Brennende Schlucht", wurde vom Green River geschaffen und wurde in den 1960er Jahren von einem riesigen Stausee überflutet. Der gesamte Stausee gehört heute zu einer National Recreational Area. Die Fotos vor allem vom südlichen Ende des Stausees sind beeindruckend, offenbart die Schlucht doch über 250 Mio. Jahre Erdgeschichte.
Abends sind wir dann wieder in einem KOA Campingplatz angekommen und haben dort eine verdiente Brotzeit gemacht bevor wir ins Bett gegangen sind. Die Fotos von heute!

Freitag, August 15, 2008

Grand Teton National Park

Weil sich herausgestellt hat dass wir heute zum Camping-Büro gehen müssen, um Internetempfang zu haben, fällt der heutige Bericht wohl etwas kürzer aus:
Nach einer recht kühlen Nacht, die Temperaturen gingen fast bis zum Gefrierpunkt, verließen wir den Yellowstone in Richtung Süden und kamen kurz darauf in den nächsten Nationalpark: den Grand Teton NP. Dort sind wir zuerst auf den Signal Mountain gefahren und haben einen Rundumblick gemacht, anschließend haben wir uns für eine Wanderung um den Jenny Lake entschieden. Der Trail war etwa 16 km lang und wir haben gut drei Stunden dafür gebraucht. Zeitweise waren wir fast alleine unterwegs, da scheinbar alle anderen nach einem Drittel des Weges die Fähre zurücknahmen anstatt sich körperlich zu betätigen. Im Park haben wir auch heute eine Bisonherde gesehen, die friedlich (und idyllisch anzusehen) vor den Viertausendern grasten. Auf dem Weg lag auch das Westernstädtchen Jackson mit vielen Wild West-Häusern und einem Pistolenspektakel auf der Main Street. Am Abend deckten wir uns bei Albertsons mit Lebensmitteln (z.B. Guinness) ein, die wir teilweise jetzt schon auf unserer Cabinterrasse auf dem Campingplatz vespeisten. Fotos!

Yellowstone National Park - Teil 2

Trotz Beschwerden eines Reiseteilnehmers, der an dieser Stelle nicht genannt werden möchte, sind wir auch heute wieder zeitig aufgestanden, damit wir ja nichts verpassen. Da unsere Lodge in Gardiner etwa fünf Meilen außerhalb des Parks lag, durchquerten wir zum zweiten Mal den Parkeingang und fuhren Richtung Süden den Rest der Parkstraßen ab, die wir gestern noch nicht gesehen hatten. Auf dem Weg lagen die verschiedenen Geysir Basins mit etlichen Geisiren und farbigen Pools, die ihre Färbung durch verschiedene Algen und Bakterien erhalten. Auch auf dem Plan stand der „Alte Getreue“, der Old Faithful, der seinen Namen deswegen erhalten hat, weil er sehr berechenbar alle 92 Minuten ausbricht. Der Menschenandrang zehn Minuten vor dem Termin war enorm und alle warteten mit gezückter Kamera. Gleich daneben schauten wir uns das älteste Hotel des Parks, das Old Faithful Inn, an, welches durch seine einzigartige siebenstöckige Holzkonstruktion besticht. Nach dem West Thumb Geysir Basin am Yellowstone Lake fuhren wir zu unserer heutigen Unterkunft, den Pioneer Cabins in der Lake Lodge. Diese Cabins sind schon ziemlich alt und einfach, aber sie erfüllen immer noch ihren Zweck. Nachdem sich unsere tierische Ausbeute bis auf ein paar Wapitihirsche auch heute in Grenzen gehalten hat, beschlossen wir nach einem kleinen Nachmittagspäuschen ins Hayden Valley zu fahren, da sich dort Bisonherden angeblich am wahrscheinlichsten aufhielten. Und wir wurden nicht enttäuscht. Bereits nach einigen Meilen staute sich der Verkehr über einige hundert Meter, da die Straße von Bisons blockiert wurde. Im Valley bekamen wir dann das volle Programm: Bisons so weit da Auge reichte und teilweise zum Greifen nah. Nach diesem Erfolgserlebnis gönnten wir uns einen Truthahnbraten in der Lake Lodge (mit Ausblick auf den Yellowstone Lake) zum Abendessen. FOTOS!

Mittwoch, August 13, 2008

Yellowstone National Park - Teil 1

Heute sind wir von Idaho Falls in Richtung Yellowstone National Park aufgebrochen. Der Yellowstone National Park war der weltweit erste seiner Art. Im Jahr 1872 hat President Ulysses S. Grant, bekannt als General des amerikanischen Civil War, diese beeindruckende Landschaft zum Nationalpark erklärt. In Deutschland dauerte es fast 100 Jahre länger, bis im Jahr 1970 der Nationalpark Bayerischer Wald gegründet wurde.
Die Fotos zeigen heiße Quellen, Mud Pots und Sinterterrassen unterbrochen von weiten Tälern und nadelwaldbedeckten Bergen, sowie wilden Bergflüssen mit deren Wasserfällen. Ein Großteil des Yellowstone liegt in der Yellowstone-Caldera, einem riesigen Vulkan, der zuletzt vor 2,1 Mio., 1,3 Mio. und 640.000 Jahren ausgebrochen ist, deshalb auch die Geysire und heißen Quellen. Schaut man sich die Abstände der Ausbrüche an, so stellt man fest, dass es "bald" wieder so weit ist. Hoffentlich nicht mehr zu unseren Lebzeiten, denn ein Ausbruch hätte vermutlich zumindest vorübergehend Auswirkungen auf das gesamte Weltklima. Wer mehr darüber wissen möchte, sollte auf Wikipedia klicken.
Tiere sollte es übrigens auch geben: Außer einigen Nagern (Fritzis amerikanische Verwandte), einigen Pronghorn Antilopen und einem toten Bison haben wir aber nichts gesehen. Vielleicht dann morgen.
Hier die Fotos des Tages.

Dienstag, August 12, 2008

Mondlandschaft und Strahlung

Heute sind wir zu allererst weiter durch die sehr stark landwirtschaftlich genutzte Gegend rund um Jerome gefahren. Der ganze Süden Idahos ist in dieser Hinsicht auch aus der Luft sehr interessant: wenn man sich die Landschaften mal von oben auf Google Earth anschaut, fallen große grüne Kreise auf. Das sind die Felder, die höchst ausgeklügelt über Kanäle und riesige Sprinkleranlagen, die sich zirkelartig im Kreis drehen, bewässert werden.
Unser erstes Ziel war das Craters of the Moon National Monument, ein kleiner Park, wo die vulkanische Tätigkeit bis vor 2000 Jahren noch sehr eindrucksvoll zu sehen ist. Durch den Park führte eine Einbahnstraße, von der aus verschiedene, meist kurze Wanderungen ausgingen. Wir haben so ziemlich alle gemacht. Am besten hat uns der Aufstieg zum Inferno Cone gefallen, von wo aus man einen recht guten Ausblick über die schwarzen Berge hatte. Außerdem haben wir noch die Indian Cove, eine Lavahöhle erkundet. Nach einer kleinen Brotzeit am Picknickplatz ging's weiter Richtung Idaho Falls. Jedoch hat es Andrea nicht geschafft, eine weitere Sehenswürdigkeit vor Matthias zu verheimlichen: den EBR-1, der Auf dem Weg lag. Der EBR-1 (Experimental Breeder Reactor 1)war das erste Atomkraftwerk der Welt, der 1951 erstmals Strom erzeugte (zumindest genug für eine 200 W Glühbirne). Allerdings war die Hochstimmunng nicht von langer Dauer, als es vier Jahre später dort zu einer teilweisen Kernschmelze kam, als man mit Plutonium experimentierte. 1964 wurde der Reaktor dann endgültig abgestellt. Bis vor ein paar Jahren durfte man hier wegen der Strahlung nur ohne Stopps durch das Gebiet durchfahren, heute darf man sogar bis ins Innerste des Reaktors. Tja, kein Kommentar!
In Idaho Falls angekommen haben wir uns die namensgebenden Wasserfälle angeschaut, die zwar nicht in ihrer Höhe überragend sind, dennoch aber ziemlich breit. Gleich daneben haben wir eine Runde um den örtlichen Mormonentempel gedreht.
Ein weiteres Highlight des Tages war der abendliche Besuch im Steakrestaurant "Sizzler", wo wir uns jeder ein noch brutzelndes Steak und ein überquellendes Salat- und Obstbuffet gönnten. Danach hätten wir für einen Verdauungsschnaps sehr viel bezahlt. Wir waren nämlich so satt, dass wir fast zum Auto gerollt wären und auch der anschließende Verdauungsspaziergang zum Bücherladen nur seeeeeehr langsam Besserung verschaffte.
Nun sitzen wir in unserem recht schönen Best Western-Zimmer in Idaho Falls, nach einem kurzen Bad im Hot Tub und werden wohl bald schlafen gehen, dass wir morgen fit für den Yellowstone National Park sind.
Hier alle Fotos!

Montag, August 11, 2008

Three states a day

Drei Staaten an einem Tag: Nämlich Nevada, Oregon und Idaho haben wir heute durchquert. Kurzentschlossen sind wir heute morgen nicht auf dem direkten Weg nach Jerome, ID gefahren, sondern sind über Boise, die Hauptstadt Idahos gefahren. Boise, auch Stadt der Bäume genannt, dies können wir bestätigen, ist eine kleine beschauliche Hauptstadt, die aber dennoch über ein stattliches Kapitol verfügt. Bemerkenswert außerdem für eine amerikanische Stadt: die Fußgängerzone in der 8th Street. Boise liegt inmitten eines intensiv bewässerungslandwirtschaftlich genutzten Gebietes. Wichtigstes Produkt ist offenbar die Kartoffel, da schon auf den Nummerschildern "Famous Potatoes" steht.
Die Fahrt an sich hat sich laaaaange hingezogen, vor allem die 250 Meilen bis Boise. Durch Oregon waren nur 55 Meilen erlaubt und die Landschaft ist nicht unbedingt abwechslungsreich.
In Boise gab's dann noch ein Factory Outlet Center, wo Matthias zwei Levi's, ein Hemd, drei Paar Socken und einen Hut (ganz wichtig: Sonnenschutz!) für nur 93$ (62€!!!) bekam. Es lebe der starke Euro. Hoffentlich bleibt das so. Die letzte Woche ist er ja leider etwas schwächer geworden.
Hier die Fotos des Tages.

Sonntag, August 10, 2008

Leaving California

Heute sind wir von Mineral in der Nähe des Lassen NP nach Nevada aufgebrochen. Unser erstes Ziel war Lake Tahoe, ein See, der auf der Grenze zwischen den Bundesstaaten Kalifornien und Nevada liegt. Bemerkenswert ist die Höhenlage und Größe des Lake Tahoe. Die Größe des Sees, dessen Oberfläche auf 1900 Meter liegt, ist in etwa vergleichbar mit dem Bodensee. Die maximale Tiefe von 500 Metern machte den Lake Tahoe zum zweittiefsten der USA. 650 Jahre vergehen, bis das Wasser des Sees einmal komplett ausgetauscht ist. Die Höhenlage macht die Umgebung des Sees im Winter zu einem beliebten Skigebiet, im Sommer ist der See ein Bade- und Wassersportgewässer.
In der Nähe von Lake Tahoe liegt mit Reno die zweite große Spielerstadt in Nevada. Carson City ist die nur Insidern bekannte Hauptstadt des Bundesstaates Nevada. Dort haben wir einen kurzen Stopp beim State Capitol gemacht. Zwei Drittel der Bevölkerung Nevadas lebt in Las Vegas (1,8 Mio. Einwohner Metropolitan Area), während die Hauptstadt etwas größer als Passau ist. Schon komisch. Nevada ist der am schnellsten wachsende Bundesstaat und Las Vegas die am schnellsten wachsende Großstadt der USA.
Anschließend sind wir von Carson City in Richtung Winnemucca aufgebrochen. Dabei durchfuhren wir das Great Basin, ein intermontanes Plateau, das von der für Nevada typischen Wüstenlandschaft geprägt wird. Das hochliegende Becken verfügt über keinen Abfluss zum Pazifik, d.h. Niederschläge verdunsten noch im Becken. Die Täler liegen auf einer Höhe von mindestens 900 Meter, die Höhenzüge erreichen bis zu 4000 Meter. Im Sommer werden sehr hohe Temperaturen jenseits der 40°C erreicht, im Winter wird aber auch der Gefrierpunkt unterschritten. Die Niederschläge liegen bei 100-200 mm/a. Die Höhenzüge erhalten mehr Niederschläge, daher konnte sich hier eine isolierte Vegetation mit endemischen Arten entwickeln.
Am Abend erreichten wir schließlich Winnemucca (7000 Einw.), das zumindest Unterkunft und warmes Essen (in Sid's Restaurant, keine Fast Food Kette!) bietet. Die Fotos von heute.

Lassen Volcanic National Park

Heute haben wir der nebligen Küste bis zum Ende unserer Reise den Rücken gekehrt und sind von Eureka aus ins Landesinnere gefahren. Nachdem wir die ersten Bergketten überquert haben, strahlte die Sonne… aber nicht lange, denn wir fuhren an einem Waldbrandgebiet, dem Shasta-Trinity-Complex vorbei, der vor einigen Wochen durch Blitzeinschläge ausgelöst wurde. Ein Großteil der Feuer ist offensichtlich eingedämmt, aber wie die Rauchschwaden und der Geruch uns zeigten wohl noch nicht alles. War auf alle Fälle interessant, mal zu sehen, wie der Großeinsatz der Feuerwehrleute improvisiert und organisiert wird (Unterbringung auf Zeltplätzen, Tankstationen, sogar Waschanlagen für die Einsatzfahrzeuge).
Dass Feuer hier keine Seltenheit darstellen, haben wir auf dem weiteren Weg nach Redding gesehen: hier waren die angekokelten Baumüberreste von vorherigen Bränden noch zu sehen. Einen kurzen Zwischenstopp haben wir in Weaverville, einer kleinen Westernstadt eingelegt, deren Mainstreet recht ansprechend hergerichtet war.
Zu Mittag hat Matthias bereits von langer Hand geplant, seinen Burger bei In’n’Out-Burger in Redding zu verspeisen. Diese Kette gibt es nur im Westen der USA und dann auch nur in bestimmten Städten. Sie ist deshalb so gut angesehen, weil man dort noch zuschauen kann, wie die Kartoffeln in Streifen geschnitten werden und sich dann im Fett zu Pommes verwandeln. Auch die Burger sind dementsprechend frisch und ausnahmsweise so lecker, dass sie auch Andrea schmecken, die eigentlich seit dem letzten USA-Urlaub keine mehr sehen kann.
Redding ist eine relativ große Stadt mit 90.000 Einwohnern, die plötzlich mitten in der weiten Natur auftaucht. Dass hier die Lebensqualität höher ist, als zum Beispiel im nebligen Küstenort Eureka zeigt sich am Aussehen der Leute: das ist zumindest unsere Theorie… Im sonnigen Redding sahen alle viel gepflegter, dünner und fröhlicher aus als die in Eureka, denen sich das Wetter scheinbar sowohl auf’s Gemüt als auch auf’s Aussehen schlägt. Soweit also zu unseren Forschungserkenntnissen ;-)
Am frühen Nachmittag kamen wir dann im Lassen Volcanic National Park an, wo wir uns als erstes den America The Beautiful-National Park Pass für 80 $ gekauft haben. Damit dürfen wir jetzt in alle Nationalparks rein. Obwohl der Park recht hoch liegt (höchste Stelle, wo wir hingekommen sind waren etwa 2.500m, der Lassen Peak ist 3.187m hoch) herrschten immer noch angenehme Temperaturen, so dass wir zwei Trails gewandert sind. Erst einen recht kurzen, den Rundweg in der Devastation Area, wo die Gesteinsbrocken, die der Vulkan bei seinem letzten Ausbruch 1915 ausgeschleudert hat, rumliegen und als zweites den 7km langen Bumpass Hell Trail, der an seinem Endpunkt zu heißen Quellen, blubbernden Matschpools und dampfenden Fumarolen führt und einem dadurch sehr eindruckvoll vor Augen führt, welche Aktivitäten im Erdinneren immer noch vor sich gehen.
Unsere Unterkunft ist heute die Lassen Mineral Lodge etwa zehn Meilen außerhalb des Parks, wo wir uns am Abend auf der „Veranda“ eine wohlverdiente Brotzeit gönnten.
Hier die Fotos des Tages.

Freitag, August 08, 2008

Redwood National Park

Heute waren wir im Redwood National Park, benannt nach den riesigen Bäumen. Nicht zu verwechseln mit den Riesenmammutbäumen (Sequoiadendron giganteum), die an der Westabdachung der Sierra Nevada wachsen, gibt es die Küstenmammutbäume (Sequoia sempervirens) in einem schmalen Streifen entlang der Pazifikküste. Diese Bäume mögen viel Feuchtigkeit, warum ihr Vorkommen entlang der Pazifikküste ideal ist. Hier gibt es viel Nebel und hohe Niederschläge mit Ausnahme der Sommermonate. Zu dieser Zeit macht sich das winterfeuchte Westküstenklima (Mittelmeerklima) bermerkbar, allerdings nur was die Niederschläge betrifft. Tage über 25°C an der nordkalifornischen Küste sind dagegen die große Ausnahme. Heute sind wir nicht stark über 15°C hinausgekommen. Der ständige Nebel wird vom kalten Kalifornienstrom verursacht, der kaltes Wasser aus polaren Gewässern bis in Äquatornähe bringt. Die Feuchtigkeit der über dem kalten Wasser absinkenden Luft kondensiert und wird mit dem Wind auf das Festland getrieben. Erst einige 100 Meter über dem Meeresspiegel wird der Himmel klar. Hier einige Fotos aus den Nebelwäldern und von der Küste nördlich von Eureka, CA. Zusätzlich viktorianische Häuser in Eureka.

Donnerstag, August 07, 2008

Auf ins Land der großen Bäume!

Nach einer kalten Nacht (in Manchester Beach war es weder am Tag noch in der Nacht wärmer als zehn Grad, man konnte seinen Atem sehen und das im August!)sind wir aufgebrochen nach Norden. Zuerst entlang der Küste (meist mit Nebelwolken verhangen und recht frisch), dann über die Bergkette weiter ins Landesinnere nach Leggett. Hier war es bedeutend wärmer (bestimmt 25°C) und sonnig. Leggetts bekannteste Attraktion ist der Chandelier Tree, ein etwa 2400 Jahre alter Redwoodbaum, durch welchen man mit dem Auto durchfahren kann. Natürlich mussten wir das mal ausprobieren und tatsächlich passte sogar unser nicht zu klein geratener Nissan X-Terra da auch durch. Dann gelangten wir auf den Redwood Highway, wo einige Riesenbäume neben der Straße bereits das ankündigten, was wir uns morgen im Redwood Nationalpark anschauen werden: die höchsten Bäume der Welt, die Küstenredwoods! Ziel des heutigen Tages war die Stadt Eureka, die wir schon am frühen Nachmittag erreichten und deswegen noch Zeit hatten, die malerische Altstadt und die Seafront zu erkunden. Zu den heutigen Fotos!

Point Reyes im Küstennebel

Wegen des Jetlags war unsere Nacht schon um halb sechs Uhr morgens um, deshalb konnten wir früh starten und San Francisco auf unserem Weg nach Norden durchqueren. Wie zu dieser Jahreszeit typische für die Bay Area hat sich eine hartnäckige Nebeldecke auf die Landschaft gelegt. Die Golden Gate Brigde konnten wir, obwohl wir direkt darüber gefahren sind nur mehr oder weniger erahnen. Weiter ging's zum Point Reyes National Seashore, eine Küstenlandschaft, die von der Witterung und den Straßenzuständen stark an die irische Küste erinnerte. Etwas weiter im Landesinneren liefen wir den Earthquake Trail ab. Dort ist als Mahnmal an das große Erdbeben von 1906 noch immer der Zaun zu sehen, der durch das Erdbeben um sieben Fuß versetzt wurde.
Schließlich fuhren wir weiter die Küste entlang bis nach Manchester Beach, wo wir unsere Cabin auf dem Campingplatz bezogen und uns unser Abendessen grillten. Fotos des Tages: klick!

Hinflug

Pünktlich vor unserem Abflug hat sich zum Glück die Streiklage bei Lufthansa wieder entspannt, so dass unser Flug planmäßig stattfinden konnte. Wir hoben pünktlich ab, sahen die meiste Zeit nur Wolken und Wasser unter uns und aßen zwei warme Mahlzeiten. Das Inseat-Entertainment (etwa 20 Filme, die man sich, wann man Lust hatte, anschauen konnte) hat uns einigermaßen gut geholfen, die elf Stunden Direktflug zu überstehen. Als Zugabe gab's die Gletscher von Grönland, die Fjorde der Baffin Islands, die Rocky Mountains und die Gegend um San Francisco (mit Nebeldecke, die uns noch länger begleiten wird) von oben zu sehen. Hier die Bilder!

Montag, August 04, 2008

Watch out America! We're coming!

Heute um 16.30 Uhr startet unser planmäßiger Flug von München nach San Francisco und unser lange geplanter zweiter USA-Trip nimmt seinen Lauf. Nach den stressigen vergangenen Tagen ist endlich etwas Entspannung angesagt - hoffentlich. Wir halten euch von hier aus so oft wie möglich auf dem Laufenden.